Thursday, 11 October 2012

ICANN is making a big lottery in order to decide which new gTLDs go first.

ICANN has just announced the they propose using a drawing to decide which new gTLDs go first.

The plan is that applicants show up (in California?) or send a rep - pay 100 USD and get a number in the lottery.

ICANN will then process the application in that order (IDNs do go first, though) with a pace of 20 new gTLDs per week - beginning right after the ICANN meeting in Beijing in April 2013.


It may sound a little crazy, but I actually support the idea...as it would have been impossible to reach a consensus amongst applicants on which type of applications should be granted priority.

Some have argued that community based and geo-TLDs should be prioritized over standard applications. The problem is that each application is unique in its purpose and business plan. So whereas some brands have applied as a community based TLD, others have applied as a standard application and so on.

Basically, any prioritization in my view should have been made public prior to the opening of the application window last January. 

So when can applicants get a contract with ICANN ? 

As I read  it, “lucky” (and skillful – you still have to pass the evaluation and not be hit by an objection – btw – you can now file objections until March 13) applicants may get a contract in May/June, 2013, whereas unfortunate applicants may have to wait until May/June 2014 or even longer. 

ICANN is planning on delegating 20 new TLDs per week – or about 80 new gTLDs per Month – so we can expect new gTLDs at the end of Q2, 2014 – to begin with the first two months we will only see IDNS.


X-mas in California? 

Applicants have to be physically (and mentally) present (or send a rep) at the lottery in December (provided ICANN gets the authority to carry out the lottery) and pay 100 USD per application – so who is volunteering to go to California in December? 

BTW: I cannot see described what happens, if you do not pay your lottery ticket  -  what if none of the applicants want to pay? Anyways just a thought.

I am sure this will create an interesting debate at the ICANN meeting in Toronto next week. If you cannot make to Toronto, now you have to plan for a lottery tour (why not toVegas?) in December, you can comment on the drawing proposal here

Friday, 7 September 2012

Friday, 17 August 2012

Deutsche Bewerber um neue Netz-Adressen: Schlau oder dumm?

Eine Analyse der deutschen Bewerber um neue Top-Level-Domains (TLDs)


74 Deutsche Bewerbungen für neue Domain-Endungen

ICANN, die Organisation, die die Vergabe von Webadressen organisiert, hat in Juni  die Liste der 1930  Bewerbungen für neuen Domain-Endungen veröffentlicht.

Nächstes Jahr werden bis zu 1000 neue Domain-Endungen wie .gmbh, .saarland, .lol, .africa, und . (Chinesisch für „Ich liebe dich“) angeboten.

Heute können Internetnutzer weltweit aus 22 nicht länderspezifischen Endungen für Webadressen (z.B. .com, .net, .mobi) auswählen, nächstes Jahr werden ganze tausend neue Endungen zur Auswahl stehen. Einige davon sind frei zugängliche TLDs wie .eco, .world und .web, andere wie .nike, .calvinklein, .bmw und .lego gehören Markeninhabern.

Unsere Analyse zeigt, dass Deutschland im weltweiten Vergleich mit 74 Bewerbungen den 3. Platz hinter den USA (1126 Bewerbungen, inklusive 242 Bewerbungen von US-Unternehmen mit Sitz auf den Cayman Islands, Virgin Islands oder in Luxemburg) und China inklusive Honkong mit 83 Bewerbungen belegt. Auf dem vierten Platz folgt Japan mit 71 Bewerbungen. Damit  stammen 70 Prozent aller Bewerbungen aus Amerika, China, Deutschland und Japan. Amerikanische Antragssteller haben allein 58 Prozent aller Bewerbungen eingereicht.

Im Vergleich stehen die Kontinente Afrika und Lateinamerika mit insgesamt 41 Bewerbungen für nur 2 Prozent. Diese Zahl ist geringer als die der Schweiz mit 51 Bewerbungen (,wovon jedoch die Hälfte durch Vertretugen von Internationalen Organisationen oder Tochtergesellschaften amerikanischer Unternehmen eingereicht wurden). Der Raum Asien/Pazifik inklusive China und Hongkong steht folglich für nur 16 Prozent der Bewerbungen. Die USA dominieren also deutlich die neuen Domainnamensräume.

58 Prozent aller Bewerbungen sind von US-Antragsstellern.

Woran liegt das?

Es gibt drei Faktoren, die dazu beitragen. Erstens ist die Domain-Investment-Branche (also Unternehmen, die in gute generischen Domains wie candy.com oder cafe.com, sex.com investieren) überwiegend amerikanisch. US-Investoren vertreten allein ungefähr 600 bzw. ein Drittel aller Bewerbungen um eine neue Endung für Webadressen. Zweitens haben amerikanische Marken eine lange Tradition für Investitionen in Online-Marketing und E-Commerce und davon abgesehen auch eine größere Bereitschaft in Online-Markenschutz zu investieren.

Amerikanische Marken wie Google (100 Bewerbungen) Amazon.com (76), Wal-Mart (6), GAP (6) oder Chrysler (7) sind bereit, viel in neue TLDs zu investieren. Die Bewerbungsgebühr allein liegt bei 185.000 USD, hinzu kommen Ausgaben für Marketing und den Schutz von Marken in anderen neuen TLDs. Zudem gibt es in den USA eine Vielfalt von Startup-Unternehmen im Online Bereich, von denen sich einige nun um eine neue TLD beworben haben bzw. sich nur zum Zweck der Bewerbung gegründet haben.

Wie sieht es in Deutschland aus?

46 der insgesamt 74 Bewerbungen (63 Prozent) kommen von Markeninhabern, 20 sind frei zugängliche TLDs („offene TLDs)“ wie .versicherung, .taxi und .reise. Die übrigen acht Endungen sind die „Geo-Domainendungen“ .saarland, .ruhr, .nrw, .koeln, .hamburg, .berlin, .bayern und .cologne. Das Unternehmen Volkswagen mit 5 Bewerbungen bewirbt sich aus Niederlassungen in den USA, China und Luxembourg (Bugatti).

26 Bewerber sind im B2B-Segment:

Überraschenderweise sind von den 74 deutschen Bewerbungen ganze 26 im B2B-Segment angesiedelt (z.B. .linde, .ksb, .lanxess und .rwe).

Hauptmotivation für diese 26 B2B Bewerbungen dürften  der Schutz der Marken sowie die Kontrolle über die eigene Internet-Infrastruktur gewesen sein.

Unter den Bewerbungen der Markeninhaber sind viele unterschiedliche Branchen vertreten.

Die 46 Bewerber verteilen sich auf diese Branchen:

“Industrie”
11
Auto
8
Finanz
7
Pharma
6
Retail
4
Logistik
4
Bau
3
Tech
1
Media
1
Reisen
1

Was haben gerade diese 46  Bewerber um eine .Marke TLD gemeinsam?

Hier gibt es zwei Tendenzen:

1.  Die Markennamen sind kurz:

Ungefähr die Hälfte der Bewerbungen von Markeninhabern (22) stehen für sehr kurze Markennamen (11 Bewerbungen mit drei Buchstaben, z.B. .bmw, .obi, .rwe /  6 mit 4 Buchstaben, z.B. .audi / 5 mit 5 Buchstaben, z.B. .merck. Endungen aus ein oder zwei Ziffern sind im lateinischen Skript nicht erlaubt.

Je kürzer der Markenname, desto grösser wurde im Vorfeld des Bewerbungsfensters für neue TLDs die Gefahr eingeschätzt, dass es konkurrierende Bewerbungen für identische oder  sehr ähnliche Namen geben könne.

Obwohl es Rechtschutzmechanismen und Einspruchsverfahren gibt, besteht trotzdem die Gefahr, dass ein anderer Markeninhaber sich auch für den gleichen Namen bewerben darf. Beispielsweise gibt es mehrere Bewerber für .sas und .merck.

2. Die Bewerber sind überwiegend große internationalen Konzerne.

Die zentrale Frage ist nun diese: Haben die 46 deutschen Bewerber um eine .Marke TLD eine gute Investition gemacht und werden diese Marken gegenüber ihren Konkurrenten einen Vorteil im Online-Marketing und Branding haben?

Eine zweite Bewerbungsrunde wird es wahrscheinlich frühestens in drei bis vier Jahren geben. Deshalb werden „Early Followers“ wie vielleicht Opel und Mercedes Benz, die sich nicht beworben haben, recht lange warten müssen, bis Sie sich auch unter .Marke vermarkten können. Zur Vermarktung gehören beispielsweise das Angebot von .Marke-Dienstleistungen an Kunden, darunter die eigene Website unter .Marke, eine .Marke E-Mail-Adresse, ein Online Log-Buch über das Produkt etc.

Andererseits riskieren die „Early Movers“ natürlich, ihren Vorteil nicht effizient nutzen zu können, und deswegen ihre Investitionen in Bewerbungen und Betrieb der eigenen Top Level Domains aufs Spiel zu setzen. Ein Risiko mag sein, dass die Internetnutzer die neuen .Marke Top Level Domains nicht akzeptieren könnten und weiterhin nur unter .de oder .com suchen.

Rein technisch bieten neue Domain-Endungen nichts Neues an, was man nicht schon heute unter .de oder .com hat. Der Unterschied liegt eher in kommunikativen und sicherheitsmäßigen Aspekten.

So kann ein .Marke Inhaber möglicherweise Aufmerksamkeit gewinnen mit einfachen Webkampagnen-Adressen wie „News.Spiegel“ oder „Einfach.Edeka“,  was diese Unternehmen von den „konservativen“ Konkurrenten im positiven Sinne unterscheiden mag. Ungewiss ist natürlich, ob die Kunden dadurch eher verwirrt werden.

Mit der guten Gesellschaft von großen Brands wie Google (.google, .youtube, .lol, etc.) Amazon, Microsoft und auch Baidu (.baidu), des größten Suchmaschinen- und Internetportals in China, scheint es aber eine sehr interessante Möglichkeit für die 46 deutschen .Marke Bewerber in der ersten Runde dabei zu sein. Sicher ist eines; es wird interessant die neuen Online-Kommunikationsstrategien der großen Brands und der deutschen .Marke Bewerber zu verfolgen.

http://newgtlds.icann.org/en/program-status/application-results/strings-1200utc-13jun12-en

Friday, 10 August 2012

Launch of new gTLD postponed until Autumn 2013

Yesterday at ICANN’s Webinar for new gTLD applicants, applicants were informed that

  • All applications are dealt with in one batch.
  • All results of evaluations we be published JUNE/JULY 2013.
  • Launches from AUTUMN 2013 (or later).
  • Objection deadline January 12, 2012
  • 90% of all Letter of Credits needs to be updated.
  • Digital Archery is buried.
ICANN is open to give applicants a chance to “clarify” their application by answering so called “Clarifying Questions” from the evaluators.

Letter of credit

About 90% of applications will get a CQ about their financial status (primarily related to the Letter of Credit)

ICANN said that one common issue was the “beneficiary”, where the Guidebook says;

“The LOC must name ICANN or its designee as the beneficiary”

Thus, dear applicant

  1. You may have to update your Letter of Credit.
  2. You will be able to ask for more than 14 days to do so (from when you are informed).
  3. Banks that have lost A rating will still be accepted.
  4. One can keep the three points in the evaluation – thus it should not affect your applications.
Security Policy Update (Q30b)

40% can expect to get questions about their technical plans. We have no idea which application(s) will be affected here. Again ICANN stressed the fact that applicants will get a fair chance to actually change their answers...so it seems as if they are really interested in helping the applications pass.

Contention sets

Contention sets will probably be published in November or December. There is no instrument available to object to a decision on visual similarity (one can ask for a new panelist, if bias can be proved).

Change request handling

ICANN will publish a process for change request handling. The idea is that only obvious typos or changes in personnel or other organizational changes will be allowed. (As far as I understood it).

Withdrawal

Only three applications have been withdrawn so far. (Not yet published).

New time line

  • August 12, 2012: Application Comment Period Closes (might be extended).
  • August 20, 2012: Comment period on metering/batching (if needed June/July next year) closes.
  • October 2012: GAC Early Warnings (shortly after Toronto ICANN Meeting).
  • November  2012 – publication of contention sets.
  • January 12, 2013 objection  period closes.
  • April 2013, GAC communicates GAC advice (Veto against applications).
  • June/July 2013 all initial evaluations complete – and published at the same time.
  • First Delegation from Autumn 2013.
IN CASE more than 1,000 TLDs are ready to be delegated by July 2013 (ICANN hopes that it will solve itself through contention set handling (auctions), objections, extended evaluation (Clarification Questions), ICANN has to find a way to “batch” or “sequence” or “meter”  the delegation of applications - comment period for this is open until August 20 for criteria suggestions.

ICANN will need 3-4 months to decide how to sequence the delegation of the TLDs, in case that will be needed. Suggestion can be posted here:  


So the gTLD program is postponed once again...it is however good news that digital archery is buried....
With the lack of clarity (on deadlines, timeline, criteria for delegation, contention sets etc.), ICANN must expect that they will still be confronted with frustration amongst applicants and other stakeholders. We realize that it is a complex process, but urge ICANN to stand up and at least make a suggestion on how to sequence applications. It may be that the various constituencies and stakeholders will have different opinions (they certainly will) but it would give us all an idea on the direction ICANN is taking.

Wednesday, 13 June 2012

First Info about 1930 new gTLD applications

After a hectic period assisting our clients applying for new gTLDs (we have consulted on 24 applications) we will again blog about the new gTLD program.

Latest news: ICANN has revealed the number of new gTLD applications:

The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) received a total of 1930 applications, after refunds, for new generic top-level domains.

1846 of those are “standard” applications.

84 are designated as “community-based”.

Of the 1930, 66 have designated themselves as geographic name applications.

116 applications are Internationalized Domain Names, or IDNs, using non-Latin scripts.

Three applicants seek support through ICANN’s Applicant Support Program.

Applications were received from 60 countries. Using ICANN’s definitions of the world’s regions, which can be viewed on our website:

911 applications came from North America.

675 from Europe.

303 applications are from the Asia-Pacific region.

24 are from Latin America and the Caribbean.

17 from Africa.

Some domain names have been applied for by more than one applicant. There are 230 domain names for which at least two applications were submitted, involving a total of 751 applications."

So if 751 applications are for the same 230 there will be a maximum 1409 new gTLDs!

There may be additional contentions sets based on "visual simularity." So the number of new gTLDs could be even lower.

Follow the reveal of the actual applicants and TLDs applied for live on ICANN.org in three hours. www.icann.org